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Mobiles Laserscanning mit dem NavVis MLX – Wie moderne Sensor-Fusion stabile Ergebnisse in Glasgängen und komplexen Technikzentralen ermöglicht.

Für Architekten, Ingenieure und Facility Manager ist eine verlässliche Datengrundlage das Fundament jedes erfolgreichen Projekts. Bei Metrika360 ist es unser Anspruch, diese Planungssicherheit durch präzise Bestandsaufnahmen von Gebäuden zu gewährleisten. 

Um auch in anspruchsvollen Innenbereichen effizient und hochgenau agieren zu können, haben wir unser Portfolio um den NavVis MLX erweitert. Mit dem mobilen Laserscanning des NavVis MLX lässt sich die Lücke zwischen statischen Terrestrischen Laserscannern (TLS) und mobilen Systemen weiter schließen. Doch technische Datenblätter allein genügen nicht als Beweis. Wir haben das System einem intensiven Praxistest unterzogen, um die Grenzen der 3D-Bestandsdokumentation in kritischen Umgebungen auszuloten.

1. Technologie im Fokus: Sensor-Fusion statt reiner Lasermessung

Der NavVis MLX ist ein handgeführtes System für mobiles Laserscanning, das Punktwolken von Gebäuden und 360°-Panoramen direkt in der Bewegung erfasst. Seine technische Besonderheit liegt in der Art und Weise, wie er seine Position im Raum bestimmt.

Herkömmliche mobile Scanner geraten in schwierigen Umgebungen oft an ihre Grenzen. Der MLX nutzt daher eine fortschrittliche Sensor-Fusion für den SLAM-Algorithmus (Simultaneous Localization and Mapping):

  1. 32-Schicht-LiDAR: Der Lasersensor erfasst die Umgebung mit 640.000 Punkten pro Sekunde. Durch die Verteilung auf 32 Ebenen (Layers) entsteht ein extrem dichtes vertikales Messraster. Dies gewährleistet, dass auch filigrane Strukturen wie schmale Rohrleitungen oder Türfalze sicher detektiert werden.
  2. Visuelle Odometrie: Parallel zum Laser analysieren integrierte Kameras kontinuierlich die Textur der Umgebung. Diese visuellen Daten stützen die Positionsberechnung des Scanners dort, wo der Laser physikalisch bedingt keine Rückschlüsse ziehen kann.

2. Mobiles Laserscanning im Härtetest: Transparenz und Symmetrie

In der Praxis der Bauvermessung gibt es Szenarien, die als besonders kritisch für mobile Algorithmen gelten: großflächige Verglasungen und lange, strukturarme Korridore.

2.1 Stabilität im Glasverbindungsgang

Eine der größten Fehlerquellen beim mobilen Laserscanning ist der sogenannte „Drift“ bei Glasflächen. Laserstrahlen durchdringen Glas oder werden spiegelnd reflektiert, wodurch dem SLAM-Algorithmus valide Messpunkte für die Geometrie fehlen.

In unserem Testobjekt erfassten wir einen langen, verglasten Verbindungsgang. Hier zeigte sich der Vorteil der Sensor-Fusion deutlich: Während die LiDAR-Daten an den Glasflächen naturgemäß reduzierten Informationsgehalt lieferten, übernahm die visuelle Odometrie die Stabilisierung. Die Kameras orientierten sich an den Texturen von Bodenbelag und Deckenkonstruktion.

Das Ergebnis: Eine driftfreie, geometrisch korrekte Trajektorie durch den gesamten Glasgang.

NavVis MLX mobile laser scanning – stable trajectory in glazed areas thanks to visual odometry

NavVis MLX mobiles Laserscanning – Loop Closure Trajektorie zur Qualitätssicherung der 3D-Bestandsaufnahme

2.2 Präzision in langen Fluren

Auch in weitläufigen Kellerfluren mit repetitiver Geometrie (Symmetrie) bewies das System seine Leistungsfähigkeit. Die hohe Punktdichte und das große Sichtfeld (Field of View) des Sensors ermöglichten eine robuste Eigenlokalisierung. Die Analyse der Trajektorie zeigt einen sauberen „Loop Closure“ – der Start- und Endpunkt der Messung passen exakt überein, was für die Maßhaltigkeit der gesamten Punktwolke entscheidend ist.

Mobiles Laserscanning NavVis MLX in der Technikzentrale – lückenlose TGA-Dokumentation unter Versorgungsleitungen3. Ergonomie in der Technikzentrale (TGA)

Neben der algorithmischen Stabilität ist die physische Handhabung in komplexen Räumen entscheidend für eine wirtschaftliche Erfassung. Unser Test führte in eine Technikzentrale mit niedrigen Deckenhöhen und dichter Verrohrung.

  • Zugänglichkeit: Im Gegensatz zu rucksackbasierten Systemen, die eine gewisse lichte Höhe erfordern, ermöglicht das Design des MLX das Unterqueren von tief hängenden Rohren und Lüftungskanälen.

 

  • Live-Feedback: Über den integrierten Touchscreen kann der Vermesser in Echtzeit prüfen, ob verdeckte Bereiche (Schatten) in der Punktwolke ausreichend erfasst wurden. Dies ist besonders bei komplexen TGA-Installationen essenziell für die spätere Scan-to-BIM Modellierung.

4. Fazit: Mehrwert für Ihr Bauprojekt

Der erfolgreiche Einsatz des NavVis MLX unter diesen erschwerten Bedingungen bestätigt, dass mobiles Laserscanning mittlerweile auch für komplexe Geometrien eine valide Lösung darstellt.

Für Sie als Auftraggeber ergeben sich daraus konkrete Vorteile:

  • Planungssicherheit: Validierte Bestandsdaten auch in Bereichen, die bisher als schwer erfassbar galten (Glasfassaden, lange Tunnel, Kriechkeller).
  • Wirtschaftlichkeit: Die hohe Erfassungsgeschwindigkeit reduziert die Zeit vor Ort und minimiert Störungen im laufenden Betrieb.
  • Vollständigkeit: Die Kombination aus hochauflösender Geometrie und 360°-Bilddaten liefert einen umfassenden digitalen Zwilling des Bestands.

Benötigen Sie präzises mobiles Laserscanning mit dem NavVis MLX für ein anspruchsvolles Objekt?

Kontaktieren Sie Metrika360 für eine unverbindliche Beratung zu Ihrem Projekt.

Häufig gestellte Fragen zur mobilen 3D-Bestandsdokumentation mit dem NavVis MLX

  • Was ist der NavVis MLX und wie funktioniert er?

    Der NavVis MLX ist ein handgeführtes Mobile Mapping System, das in Echtzeit präzise 3D-Punktwolken und 360°-Panoramabilder von Gebäuden erfasst. Er kombiniert einen 32-Schicht-LiDAR-Sensor mit visueller Odometrie (SLAM-Algorithmus), um sich auch ohne GPS-Signal zuverlässig im Raum zu orientieren – und das mit einer Erfassungsrate von bis zu 640.000 Punkten pro Sekunde.

  • Welche Vorteile hat mobiles Laserscanning gegenüber statischen Scannern?

    Mobile Systeme wie der NavVis MLX erfassen große Flächen deutlich schneller als stationäre Terrestrische Laserscanner (TLS). Während ein TLS an jeder Standposition aufgebaut und neu gemessen werden muss, scannen Sie mit dem MLX beim Gehen durch das Gebäude. Das spart bis zu 60–70 % der Zeit vor Ort und minimiert Betriebsunterbrechungen.

  • Funktioniert der NavVis MLX auch in Glasgängen oder stark verglasten Bereichen?

    Ja. Dies ist eine der besonderen Stärken des Systems. Dank der Sensor-Fusion – der Kombination aus LiDAR und visueller Odometrie – kompensiert der MLX Datenlücken an Glasflächen. Während der Laser an transparenten Oberflächen wenig Rückschlüsse liefert, orientieren sich die Kameras an Texturen von Boden und Decke. Das Ergebnis: eine driftfreie, geometrisch korrekte Trajektorie.

  • Für welche Gebäudetypen oder Projekte ist das mobile Laserscanning besonders geeignet?

    Das System eignet sich ideal für: Bestandsaufnahmen in Bürogebäuden, Krankenhäusern und Industrieanlagen, Technikzentralen mit enger Verrohrung und niedrigen Deckenhöhen, Glasgänge und Atrien, weitläufige Kellerflure und Tiefgaragen, sowie Objekte im laufenden Betrieb, wo Störungen minimiert werden müssen.

  • Kann das mobile Laserscanning den laufenden Betrieb eines Gebäudes stören?

    Kaum. Das ist einer der größten Vorteile des mobilen Systems. Ein einzelner Operator kann diskret durch das Gebäude gehen, ohne Absperrungen, Gerüste oder längere Stillstandzeiten. Der MLX ist leise, kompakt und unauffällig – ideal für den Einsatz in Krankenhäusern, Hotels oder Produktionsstätten.

  • Wie unterscheidet sich der NavVis MLX von rucksackbasierten Systemen?

    Rucksackbasierte Systeme bieten zwar hohe Mobilität, erfordern aber oft eine gewisse lichte Raumhöhe und sind unhandlich in engen Bereichen. Der NavVis MLX wird in der Hand getragen und kann problemlos unter tief hängenden Rohren, Lüftungskanälen oder Versorgungsleitungen hindurchgeführt werden – ein entscheidender Vorteil in Technikräumen und Untergeschossen.

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