Bestandsaufnahme für Planung, BIM und Betrieb
3D-Laserscanning für Bestandsgebäude
Erfassung im laufenden Betrieb, ausgewertet zu Bestandsplänen, BIM-Modellen und CAFM-Daten.
Was wir tun
3D-Laserscanning von Gebäuden, vom richtigen Gerät bis zur geprüften Punktwolke.
Beim 3D-Laserscanning wird ein Bauwerk berührungslos vermessen. Das Ergebnis ist eine Punktwolke aus Millionen einzelner Messpunkte, die den tatsächlichen Ist-Zustand abbildet. Nicht den Plan-Soll-Zustand aus alten Unterlagen.
Metrika360 setzt dafür terrestrische Scanner auf einem Stativ und am Körper getragene Mobile-Mapping-Systeme ein, ergänzt um Drohnen für Aufnahmen der Dach- und Außenflächen. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, entscheidet die Aufgabe, nicht der Gerätebestand. Das legen wir vor der Anfahrt fest.
Die Aufnahme ist dabei nur der kleinere Teil der Leistung. Beratung vor Projektstart, Registrierung zur geprüften Gesamtpunktwolke, Georeferenzierung in das gewünschte Koordinatensystem (etwa ETRS89 und DHHN2016) sowie Archivierung und Hosting der Daten gehören dazu. Aus derselben Aufnahme entstehen später Bestandspläne, BIM-Modelle, CAFM-Bestandsdaten oder virtuelle Touren, ohne dass jemand ein zweites Mal anfahren und vermessen muss.

Was wir scannen?3D-Laserscanning von Immobilien und Gebäuden aller Art
Spezialisiert sind wir auf die schnelle, dreidimensionale Erfassung großer Immobilienbestände. Die Begleitung eines Neubaus, die Aufnahme komplexer Infrastrukturbestandteile, aber auch die Dokumentation einer 1200 Jahre alten Kirche zählen wir darüber hinaus zu unserem Leistungsspektrum.
Ein paar Beispiele finden Sie im Folgenden:
Für Architekten und Planer
Planungsgrundlage für die Sanierung, und für alles, was danach kommt
Sanierung im Bestand scheitert selten am Entwurf, sondern an den Unterlagen. Der Altplan zeigt eine Wandstärke von 24 cm, tatsächlich sind es 38 cm. Auffallen wird das, wenn der Ausbau schon läuft. Ein 3D-Laserscan liefert den Ist-Zustand statt des Plan-Soll-Zustands: jede Wandstärke, jede lichte Höhe, jeden Versprung so, wie er heute vorhanden ist. Daraus entstehen Bestandspläne mit Flächen nach DIN 277 oder direkt ein BIM-Bestandsmodell, in dem Sie ohne Umweg weiterplanen.
Die Aufnahme endet aber nicht mit der Planung. Während der Bauphase dokumentieren wir den Fortschritt in vereinbarten Intervallen, bauteilgenau und im selben Koordinatensystem wie die Erstaufnahme, auch dort, wo später verkleidet wird und niemand mehr hinsieht. Auf Wunsch beraten wir, wie sich diese Baufortschrittsdokumentation an die Leistungsstandsfeststellung und damit an die Abschlagsrechnungen der ausführenden Gewerke koppeln lässt. Nach Fertigstellung stellen wir den gebauten Zustand der Planung gegenüber und werten die Abweichungen mit Toleranzangabe aus: der As-Built-Vergleich.
Am Ende steht kein Planungsmodell, sondern ein Abbild des tatsächlich gebauten Zustands, und damit genau die Datengrundlage, die für die Bewirtschaftung gebraucht wird. Wer so beginnt, muss das Gebäude für das CAFM-System nicht ein zweites Mal aufnehmen lassen.
Was Sie davon haben: eine Grundlage, die von der Entwurfsplanung bis in den Betrieb durchhält, statt drei Aufmaßen von drei Dienstleistern zu drei Zeitpunkten.

Für Projektentwickler und vorfertigende Bauunternehmen
Vorfertigung verzeiht keine Annahme
Ein Element, das in der Halle gefertigt wird, muss auf der Baustelle beim ersten Versuch passen. Holzfassaden, Modulbauteile, vorgefertigte Wandelemente: was am Bestand drei Zentimeter von der Annahme abweicht, lässt sich am Gerüst nicht mehr nachschneiden. Deshalb steht am Anfang jeder seriellen Vorfertigung ein Aufmaß, das die tatsächliche Geometrie liefert. Fassadenflucht, Öffnungsmaße, Geschosshöhen, Anschlusspunkte. Terrestrisch, weil hier die Toleranz über die Passgenauigkeit entscheidet und nicht über den Komfort.
Bei einem Mehrfamilienhaus in Schwandorf haben uns zwei Beteiligte desselben Projekts unabhängig voneinander beauftragt. Der Projektentwickler brauchte belastbare Grundrisse und Wohnflächen nach WoFlV für die Vermarktung, dafür lief Mobile Mapping durch die Wohnungen. Der Holzbauer brauchte die exakte Fassadengeometrie für die Vorfertigung der Elemente, dafür kam der terrestrische Scanner an Fassade und Treppenhäusern zum Einsatz.
Ein Gebäude, eine Anfahrt, zwei Verfahren, zwei Ergebnisse für zwei unterschiedliche Zwecke.
Was Sie davon haben: Elemente, die passen, weil sie gegen den gemessenen Bestand gefertigt wurden und nicht gegen einen Plan von 1974.
Für Betreiber, technische Leitung und Gebäudemanagement
Aufnahme im laufenden Betrieb, ohne Stillstand
Krankenhäuser, Banken und Produktionsstandorte lassen sich nicht für eine Vermessung schließen. Mit am Körper getragenen Mobile-Mapping-Systemen erfassen wir im Gehen: bis zu 15.000 Quadratmeter am Tag in großflächigen Hallen, 3.000 bis 6.000 Quadratmeter auf Büroetagen mit vielen kleinen Räumen. Zugangszeiten, Sicherheitsbereiche und sensible Zonen stimmen wir vorab ab, Personen und Kennzeichen werden DSGVO-konform anonymisiert.
Genau das entscheidet bei einem CAFM-Projekt über die Machbarkeit. Ein Portfolio bleibt nicht deshalb unerfasst, weil die Technik fehlt, sondern weil niemand einen Betriebsstillstand genehmigt. Wir nehmen im Betrieb auf, über viele Standorte hinweg, nach einem einheitlichen Aufnahmestandard.
Was Sie davon haben: eine vollständige Aufnahme, ohne dass ein Bereich für die Dauer der Vermessung ausfällt.
Fallstudie WISAG: 7.500 m² Industriehalle, im laufenden Betrieb aufgenommen

Für Facility Manager und kaufmännisches Gebäudemanagement
Die komplette Datenbasis für Ihr CAFM, aus einer Begehung
Ein CAFM-System braucht zwei Datensätze, und beide müssen zusammenpassen. Das Bauwerk: Räume, Flächen und Geometrie, strukturiert nach DIN 277. Und die technischen Anlagen: Aufzüge, Lüftung, Brandschutz, Elektro, strukturiert nach DIN 276, Kostengruppe 400. Üblicherweise kommen dafür zwei Dienstleister, zwei Begehungen und zwei Datenmodelle zusammen, die niemand sauber verheiratet bekommt. Am Ende hängt eine Wartungsposition an einer Raumnummer, die im anderen Datensatz anders heißt.
Wir erfassen beides in einer Begehung: das Bauwerk selbst, die technischen Anlagen gemeinsam mit unserem Partner AdvisoRE. Ein Aufnahmetermin, ein Datenmodell, ein Ansprechpartner. Die Übergabe erfolgt herstellerneutral in IFC, DWG und Excel. Welches CAFM-System Sie heute einsetzen und auf welches Sie in fünf Jahren wechseln, ändert an der Verwendbarkeit nichts. Wir verkaufen kein CAFM-System und haben kein Interesse, eines zu pushen. Deshalb bleibt die Systementscheidung Ihre.
Was Sie davon haben: ein CAFM-System, das vollständig befüllt in Betrieb geht, statt zwei Jahre lang aus Excel-Listen nachgepflegt zu werden.
Mehr dazu im Raumbuch und unter Flächenermittlung nach DIN 277.
Warum sollten Sie uns beauftragen?Die Spezialisierung auf 3D-Laserscanning
Der Außendienst im Laserscanning erscheint simpel. Allerdings bedarf es einiges an Erfahrung und Know-How, um hochqualitative Punktwolken zu liefern, welche den Genauigkeitsansprüchen auch tatsächlich genügen. Sobald ein komplexeres Bauwerk oder ein größerer Gebäudekomplex zu erfassen ist – oder Punktwolken aus mehreren Geräten zu kombinieren sind – kommen Büros, die Laserscanning nur nebenbei betreiben, an ihre Grenzen. Entscheidend sind unter anderem:
- Die Wahl des richtigen Laserscanners für den richtigen Zweck
- Das Verständnis der Funktion des Laserscanners im Außendienst
- Die Vermeidung von Ungenauigkeiten durch Fehlerfortpflanzungen
- Know-How in der Nachbearbeitung der Scandaten
Die Gewährleistung der Qualitätsansprüche ist allerdings nur eine Seite der Medaille. Die Dienstleistung muss selbstverständlich auch wirtschaftlich abbildbar sein und unseren Kunden eine spürbare Kosteneinsparung ermöglichen. Neben der Qualität ist deshalb die hohe Geschwindigkeit von der ersten Anfrage über die Aufnahme vor Ort bis hin zur Lieferung der fertigen Daten ein Alleinstellungsmerkmal, für das wir mit unserem Namen stehen.
Fragen Sie unsere Kunden oder überzeugen Sie sich selbst.

Wie es funktioniert
Zwei Verfahren, und die Regel, nach der wir auswählen.
Der Anfang einer guten Dienstleistung liegt in der Auswahl des richtigen Verfahrens. „Genauer“ ist dabei nicht automatisch besser, sondern zuerst einmal teurer und langsamer. Entscheidend ist, welche Toleranz Ihre Aufgabe verlangt: Für ein Raumbuch mit Flächen nach DIN 277 gelten andere Anforderungen als für die Vorfertigung eines Fassadenelements.
Wir setzen zwei Aufnahmeverfahren ein und kombinieren sie im selben Projekt, wenn es sinnvoll ist. Welche Kombination für Ihr Objekt richtig ist, legen wir vor der Anfahrt gemeinsam fest, nicht vor Ort.
Terrestrisches Laserscanning
Der Scanner wird wie ein Tachymeter stationär aufgestellt und nimmt von jedem Standpunkt einen vollständigen Scan auf. Die Einzelscans werden anschließend zueinander referenziert. Das Verfahren ist das langsamere der zwei und das genauere: Bei sauberer Standpunktwahl und mit Zielmarken erreichen wir über das gesamte Projekt Genauigkeiten im Sub-Zentimeterbereich. Im Einsatz sind FARO Focus Premium und Geräte der FARO Focus X-Serie.
Terrestrisch arbeiten wir überall dort, wo aus den Daten eine Maßangabe wird, die jemand für eine Fertigung, eine Konstruktion oder einen Nachweis verwendet:
- Detailaufmaße im Anlagenbau, wo Rohrleitungen und Einbauten auf den Zentimeter passen müssen
- Infrastrukturbauwerke wie Brücken, Tunnel und Ingenieurbauwerke
- Fassaden hoher Gebäude, bei denen die Lotrechte über alle Geschosse belastbar bleiben muss
- Detailerfassung historischer Gebäude, bis hin zum verformungsgerechten Aufmaß
- Serielle Vorfertigung
Denkmalschutz
Eine 1.200 Jahre alte Kirche hat keine rechten Winkel, keine lotrechten Wände und keine zwei gleichen Öffnungen. Genau deshalb ist sie der Fall, für den terrestrisches Scannen gebaut ist: Was verformt ist, soll hier auch verformungsgerecht gezeichnet werden, nicht interpoliert.
Infrastruktur
Bei Ingenieurbauwerken entscheidet nicht die Fläche über den Aufwand, sondern die Geometrie. Tragwerk, Anschlusspunkte und Bauteilstärken lassen sich nur vom Stativ in der nötigen Genauigkeit erfassen.

Mobile Mapping
Beim Mobile Mapping trägt der Vermesser den Scanner am Körper oder in der Hand und geht durch das Gebäude. Das Gerät orientiert sich dabei selbstständig im Raum. Möglich macht das SLAM, Simultaneous Localization and Mapping: Der Scanner bestimmt fortlaufend seine eigene Position und baut gleichzeitig die Karte der Umgebung auf. Im Einsatz sind NavVis VLX 2 und NavVis MLX.
Das Ergebnis ist maßhaltig, auf 2 bis 3 cm genau. Im Gebäude liegen wir bei 2 bis 3 Zentimetern, ausreichend für Grundrisse, Flächen, Raumbücher und BIM-Bestandsmodelle, nicht ausreichend für Anschlussdetails. Dort ergänzen wir terrestrisch. Was Mobile Mapping dem terrestrischen Laserscanning voraus hat, ist der Durchsatz: bis zu 15.000 Quadratmeter am Tag in großflächigen Hallen, 3.000 bis 6.000 Quadratmeter auf Büroetagen mit vielen kleinen Räumen.
Vier Eigenschaften, die in der Praxis den Ausschlag geben:
- Kurze Stillstandszeiten, die Aufnahme läuft im laufenden Betrieb mit
- Farbige Punktwolken und Panoramabilder ohne zeitlichen Zusatzaufwand
- Virtuelle Touren als Nebenprodukt derselben Aufnahme
- Hohe Wirtschaftlichkeit bei wiederholtem Einsatz, etwa in der Baufortschrittsdokumentation
Großobjekt
Wo die Fläche das Projekt bestimmt, entscheidet der Durchsatz über die Machbarkeit. Ein Gebäudekomplex dieser Größenordnung wäre terrestrisch weder zeitlich noch wirtschaftlich abbildbar.
Portfolio und Betrieb
Bei CAFM-Projekten kommt zur Fläche die Wiederholbarkeit: viele Standorte, einheitlicher Aufnahmestandard, Aufnahme ohne Betriebsunterbrechung.
Weiter: Raumbuch · CAFM-Datenerfassung

Lagebezug
Beide Verfahren hängen an einem gemeinsamen Kontrollnetz. Das messen wir mit GNSS-Empfängern von Emlid ein und binden es an die amtlichen Bezugssysteme an, in der Lage ETRS89 mit UTM-Abbildung, in der Höhe DHHN2016. Damit sind die Daten anschlussfähig an Kataster, Bauantragsunterlagen und Fachplanungen. Ohne Kontrollnetz ist eine Punktwolke in sich stimmig, aber nicht verortet.
Was das im Einzelnen bedeutet, steht unter Georeferenzierung.

Gegenüberstellung
Der übliche Fall ist der gemischte: Mobile Mapping für den Großteil der Fläche, terrestrisch für die fünf Prozent, die es wirklich brauchen.
Beide Verfahren schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich.
| Merkmal | Terrestrisch | Mobile Mapping |
|---|---|---|
| Aufbau | Stationär auf dem Stativ, Standpunkt für Standpunkt | Im Gehen, ohne feste Standpunkte |
| Genauigkeit im Gebäude | Sub-Zentimeter | Maßhaltig, 2 bis 3 cm |
| Durchsatz | Standpunktabhängig, deutlich langsamer | 3.000 bis 15.000 m² pro Tag |
| Farbe und Panoramen | Mit Zusatzaufwand | Ohne Zusatzaufwand |
| Stärke | Detail, Tragwerk, Anschlusspunkte, Fassade | Fläche, Portfolio, laufender Betrieb, Wiederholung |
| Typisch für | Denkmal, Anlagen, Infrastruktur, Vorfertigung | Grundrisse, Raumbuch, CAFM, Baufortschritt |
| Grenze | Aufwand bei großen Flächen | Anschlussdetails und enge Toleranzen |
Warum die Unterscheidung zwischen „Sub-Zentimeter“ und „2 bis 3 cm“ mehr ist als eine Formulierungsfrage, steht ausführlich unter Mobile Mapping oder terrestrisches Laserscanning.
Preise
Was kostet 3D-Laserscanning
Häufige Fragen zum 3D-Laserscanning
Genauigkeit, Aufwand, Kosten
Wie genau ist ein 3D-Laserscan?
Das hängt am Verfahren. Terrestrisches Laserscanning erreicht bei sauberer Standpunktwahl und mit Zielmarken Genauigkeiten im Sub-Zentimeterbereich über das gesamte Projekt. Mobile Mapping liefert im Gebäude ein maßhaltiges Ergebnis von 2 bis 3 Zentimetern. Welche Genauigkeit nötig ist, entscheidet die Toleranz Ihrer Aufgabe, nicht das Budget. Wir legen sie vor der Anfahrt fest und schreiben sie in das Angebot.
Was kostet 3D-Laserscanning?
Der Preis hängt an sechs Faktoren: Fläche, Anzahl der Standorte, geforderte Genauigkeit, Innen- oder Außenbereich, Zugänglichkeit samt Aufnahmezeitfenster und vor allem am Ergebnisformat. Eine reine Punktwolke ist deutlich günstiger als ein BIM-Bestandsmodell aus denselben Daten, denn die Aufnahme vor Ort ist der kleinere Kostenblock, die Auswertung der größere.
Nennen Sie uns Fläche, Nutzung und Zielformat, dann bekommen Sie eine belastbare Größenordnung, bevor jemand anfährt. Der Weg dorthin steht unter Preise.
Wie lange dauert die Aufnahme?
Mit Mobile Mapping erfassen wir bis zu 15.000 Quadratmeter am Tag in großflächigen Hallen und 3.000 bis 6.000 Quadratmeter auf Büroetagen mit vielen kleinen Räumen. Terrestrisch richtet sich die Dauer nach der Anzahl der Standpunkte, nicht nach der Fläche. Die Auswertung kommt separat dazu und richtet sich nach dem gewünschten Ergebnis.
Ablauf und Vorbereitung
Können Sie im laufenden Betrieb scannen?
Ja. Krankenhäuser, Banken und Produktionsstandorte nehmen wir während des Betriebs auf. Mobile Mapping erzeugt dabei keine Absperrung und kein Stativ im Weg, der Vermesser geht einfach durch. Zugangszeiten, Sicherheitsbereiche und sensible Zonen stimmen wir vorab ab. Personen und Kennzeichen werden DSGVO-konform anonymisiert.
Ist der Laserstrahl gefährlich?
Nein. Die eingesetzten Scanner arbeiten in Laserklasse 1 und sind damit augensicher. Es sind keine Schutzbrillen nötig, Bereiche müssen nicht abgesperrt und Publikumsverkehr muss nicht unterbrochen werden.
Was müssen wir vorbereiten?
Der wichtigste Punkt ist der Zutritt. Jeder Raum, der nicht geöffnet wird, fehlt später in den Daten, und das fällt meist erst bei der Auswertung auf. Klären Sie vorab, wer Schlüssel für Technik-, Server- und Mieterräume hat und ob eine Begleitung nötig ist. Ausräumen müssen Sie nichts, aber was dauerhaft hinter einem Schrank liegt, wird nicht erfasst.
Scannt der Laser durch Wände, Möbel oder abgehängte Decken?
Nein. Erfasst wird ausschließlich, wozu eine Sichtverbindung besteht. Deshalb bestimmen Standpunktdichte und Wegeführung, wie vollständig das Ergebnis wird. Verdeckte Bauteile, etwa Leitungen über einer abgehängten Decke, erfassen wir nur, wenn geöffnet wird. Andernfalls kennzeichnen wir sie als Annahme aus Bestandsunterlagen und nicht als Messung.
Funktioniert das auch im Dunkeln?
Der Scanner selbst braucht kein Umgebungslicht, die Geometrie wird auch in unbeleuchteten Kellern und Technikräumen vollständig erfasst. Für farbige Punktwolken und Panoramabilder wird dagegen Licht gebraucht. Wenn Farbe oder eine virtuelle Tour zum Ergebnis gehören, planen wir die Beleuchtung mit ein.
Ergebnis, Formate, Weiterverwendung
Was bekommen wir am Ende geliefert?
Die Punktwolke übergeben wir im herstellerneutralen Format E57, für Revit-Workflows zusätzlich als RCS oder RCP. Daraus abgeleitet: 2D-Bestandspläne in DWG und DXF, BIM-Bestandsmodelle in LOD 200 bis 300 als IFC oder nativ in Revit und ArchiCAD, Raumbücher als Excel und Flächenermittlungen nach DIN 277. Umfang und Format stehen vor Projektstart fest und nicht erst bei der Übergabe.
Sind die Daten amtlich verortet?
Auf Wunsch ja. Wir messen ein Kontrollnetz mit GNSS ein und binden die Aufnahme in der Lage an ETRS89 mit UTM-Abbildung und in der Höhe an DHHN2016 an. Ohne dieses Kontrollnetz ist eine Punktwolke in sich stimmig, aber nicht verortet, und sie lässt sich dann nicht mit Kataster- oder Fachplanungsdaten überlagern. Das muss vorher vereinbart werden, denn nachträglich ist dafür eine erneute Anfahrt nötig. Siehe Georeferenzierung.
Wem gehören die Daten, und wie lange sind sie nutzbar?
Die Punktwolke ist das eigentliche Anlagegut: Sie lässt sich Jahre später neu auswerten, ohne dass jemand das Gebäude erneut betritt. Auf Wunsch übernehmen wir die Archivierung, sodass Sie später nur die Auswertung beauftragen. Das Übergabeformat E57 ist herstellerneutral und damit unabhängig von der Software, die Sie in zehn Jahren einsetzen.
Lassen sich terrestrisches Laserscanning und Mobile Mapping kombinieren?
Ja, und das ist der Regelfall. Mobile Mapping deckt den Großteil der Fläche ab, terrestrisch erfassen wir die Bereiche mit engen Toleranzen, also Anschlusspunkte, Tragwerk oder Fassade. Beide Datensätze hängen am selben Kontrollnetz und werden zu einer geprüften Gesamtpunktwolke zusammengeführt. Sie bekommen ein Ergebnis, nicht zwei Datensätze.
Verfahren, Genauigkeit und Formate
Wir setzen zwei Verfahren ein, und die Genauigkeitsangabe gehört zum Verfahren:
- Terrestrisches Laserscanning vom Stativ, für Gebäudehülle, Fassade, Tragwerk und Detailbereiche. Hier arbeiten wir im Sub-Zentimeterbereich.
- Mobile Mapping mit am Körper getragenem Scanner, für Innenräume und große zusammenhängende Flächen im laufenden Betrieb. Das Ergebnis ist maßhaltig, auf 2 bis 3 cm genau.
Warum diese Unterscheidung mehr ist als eine Formulierungsfrage, steht unter Mobile Mapping oder terrestrisches Laserscanning. Für Dach- und Außenflächen kommt Drohnen-Photogrammetrie hinzu.
Durchsatz
In der Logistik erfassen wir bis 15.000 m² pro Tag, im Bürobereich 3.000 bis 6.000 m² pro Tag. Wie lange eine konkrete Aufnahme dauert, rechnet der Rechner auf der Seite Bestandsdatenerfassung vor.
Lagebezug und Formate
Der Lagebezug entsteht über ein GNSS-Kontrollnetz in ETRS89 und DHHN2016 und ist damit amtsfähig – mehr dazu unter Georeferenzierung. Die Punktwolke übergeben wir im herstellerneutralen Format E57, abgeleitete Zeichnungen als DWG und DXF, Flächen nach DIN 277.