Die Grundlage für jede gute Planung

2D-Bestandspläne: Grundrisse, Schnitte und Ansichten aus dem Laserscan

Gezeichnet aus einer aktuellen 3D-Aufnahme statt abgezeichnet aus Unterlagen, deren Alter niemand kennt.

Was ein Bestandsplan von uns ist

Ein 2D-Bestandsplan zeigt ein Gebäude so, wie es heute ist. Metrika360 erfasst den Bestand per 3D-Laserscanning und zeichnet daraus Grundrisse, Schnitte und Ansichten, mit Raumstempeln, Bemaßung, Fenster- und Türstempeln und Flächen nach DIN 277, auf Wunsch nach WoFlV oder MF-GIF. Übergeben wird in DWG, DXF und PDF, das Raumbuch als Excel, aufgebaut nach Ihrer CAD-Richtlinie mit vereinbarter Layerstruktur und Plankopf.

Wie die Punktwolke entsteht, die jeder Zeichnung zugrunde liegt, steht unter 3D-Laserscanning: terrestrisch, im Gehen oder per Drohne, auch im laufenden Betrieb.

Planblatt mit Gebaeudeansichten: Fassadenabwicklung mit Hoehenkoten, Fenster- und Tuerstempeln im Plankopf.

Scan-to-CAD: In fünf Schritten von der Punktwolke zur Zeichnung

  1. Kick-off

    Zielsetzung, Detailtiefe, Liefergegenstand und Zugänglichkeit. Was Sie vorbereiten können, steht in der Checkliste „Gebäude vorbereiten für die 3D-Aufnahme“.

  2. Erfassung vor Ort

    Terrestrisch, mobil oder per Drohne, je nach Objekt, ohne Betriebsunterbrechung.

  3. Processing und Registrierung

    Die Einzelscans werden zu einer georeferenzierten Gesamtpunktwolke verrechnet, bereinigt und geprüft.

  4. Zeichnung

    Die Punktwolke dient als Schablone. Gezeichnet wird nach Ihrer CAD-Richtlinie, im vereinbarten Detailgrad.

  5. Qualitätssicherung und Übergabe

    Jeder Plan wird gegen die Punktwolke geprüft und in den vereinbarten Formaten übergeben.

Die vier Zustände der Daten

Zwischen Aufnahme und fertigem Plansatz liegen Zwischenstände, und jeder ist ein eigenes Lieferergebnis.

  • Punktwolke. Das Messergebnis: Millionen Punkte mit Lage und Farbe, noch ohne Deutung.
  • Schnitt. Der erste Schritt der Deutung: eine Ebene durch das Gebäude.
  • Grundriss. Gezeichnet aus der Aufnahme, nicht abgezeichnet aus einem alten Plan.
  • Modell. Bauteile statt Linien, wenn mehr gebraucht wird als die Zeichnung: BIM-Bestandsmodelle.

Ein Schnitt zeigt, was ein Grundriss nicht kann: lichte Höhen, Deckenaufbauten, Dachneigung. Genau die Angaben, die in Plänen aus der Bauzeit selten stimmen, weil sie beim Bauen entschieden wurden und nicht beim Planen.

Was in der Zeichnung steht

Ein Bestandsplan ist mehr als ein Umriss. Was wir übergeben, ist auf Weiterverarbeitung ausgelegt:

  • Grundrisse je Geschoss im Maßstab 1:100, nach Ihrer CAD-Richtlinie mit vereinbarter Layerstruktur und Plankopf
  • Raumpolygone als geschlossene Flächen und Raumstempel je Raum
  • Flächen nach DIN 277: BGF, KGF und NRF, aufgeteilt in NUF, TF und VF. Bei Wohnraum zusätzlich nach WoFlV, bei gewerblicher Vermietung nach MF-GIF
  • Fenster- und Türstempel mit lichten Maßen und Brüstungshöhen, Höhenkoten OKFF, im Dachgeschoss die 1- und 2-Meter-Linie
  • Schnitte und Ansichten aus derselben Aufnahme

Den vollständigen Leistungsumfang je Detailstufe definiert unser Zeichnungs- und Modellierungsstandard. Fordern Sie ihn an und legen Sie ihn Ihrer Ausschreibung bei, dann vergleichen Sie Angebote auf derselben Grundlage.

Bestandsgrundriss des Erdgeschosses mit Raumpolygonen, Bemaßung und Raumstempeln

Für wen und wofür

Immobilienverwaltung und Betrieb. Pläne und Raumbuch, die direkt in Ihr CAFM-System importierbar sind, mit Testimport vor der Übergabe.

Planer und Bauen im Bestand. Die Grundlage für Sanierung und Umbau: Was am Bestand drei Zentimeter von der Annahme abweicht, kostet in der Ausführung ein Vielfaches der Vermessung. Auf Wunsch planen wir auf dieser Grundlage weiter, bis zum Bauantrag.

Projektentwickler und Vermarktung. Belastbare Grundrisse und Wohnflächen nach WoFlV für Verkauf und Vermietung, aus derselben Aufnahme wie die Planungsgrundlage.

Denkmalgeschützte Gebäude. Verformungsgerechte Bestandspläne, die Verformungen abbilden, statt sie zu begradigen. Häufig Voraussetzung für Denkmalförderung.

Warum es sich rechnet

Die Verwendung alter Planunterlagen ist teurer, als sie aussieht: Der Planer prüft Maße einzeln nach, bestellt auf Verdacht, und der erste unentdeckte Fehler kostet mehr als die gesamte Neuvermessung. Ein aktueller Bestandsplan spart Ortstermine und Kontrollmessungen, Planungsfehler aus falschen Annahmen, falsche Bestellmengen und falsche Abrechnungen.

Besonders deutlich wird das bei der seriellen Sanierung: Für die durch BEG und KfW geförderte Sanierung mit vorgefertigten Elementen müssen die Teile nach Maß gefertigt werden. Ein Element, das in der Halle entsteht, muss am Gerüst beim ersten Versuch passen, und das tut es nur gegen den gemessenen Bestand.

Wenn Zeichnung nicht reicht: das BIM-Bestandsmodell

Der 2D-Plansatz beantwortet die Fläche und die Geometrie. Ein BIM-Bestandsmodell kann mehr: Bauteile mit Attributen statt Linien, automatische Mengen- und Massenermittlung, Kollisionsprüfung mit der TGA-Planung, und die 2D-Pläne stecken als Ableitung bereits mit drin. Wer absehbar plant oder saniert, fährt mit dem Modell wirtschaftlicher, denn die Aufnahme ist dieselbe.

Der Wechsel geht auch später: Die Punktwolke bleibt, das Modell lässt sich nachbestellen, ohne neuen Termin vor Ort.

Sie haben bereits eine Punktwolke?

Dann kann die Aufnahme entfallen. Sie übermitteln uns die Punktwolke in E57, LAS/LAZ oder RCP/RCS, wir prüfen Registrierung, Vollständigkeit, Punktdichte und Koordinatenbezug und sagen Ihnen, was sich daraus in welcher Qualität zeichnen lässt. Erst danach bekommen Sie ein Angebot.

Eine Grenze benennen wir offen: Wir zeichnen nach Ihrer Punktwolke. Für deren Genauigkeit und Übereinstimmung mit dem Gebäude übernehmen wir keine Gewähr, denn die Aufnahme war nicht unsere. Erkennbare Lücken kennzeichnen wir als Annahme. Reicht die Datenqualität nicht, sagen wir das vor der Beauftragung und nennen den Aufwand für eine Nacherfassung.

Weiterführend

FAQ zu 2D-Bestandsplänen

Was steht in einem Bestandsplan von Metrika360?

Grundrisse je Geschoss im Maßstab 1:100, Raumstempel mit Nummer, Bezeichnung und Fläche, Zimmerfluchtmaße, eine Höhenkote OKFF je Raum, Fenster- und Türstempel mit lichten Maßen und Brüstungshöhen, im Dachgeschoss die 1- und 2-Meter-Linie. Schnitte und Ansichten aus derselben Aufnahme.

Nach welcher Norm werden die Flächen gerechnet?

Nach DIN 277 für Betrieb, Förderung und Verwaltung. Für Wohnraummiete nach Wohnflächenverordnung, für Gewerbemiete nach MF-GIF. Welche Norm gilt, entscheidet der Verwendungszweck, und das legen wir vor Projektstart fest.

Wie aktuell sind die Pläne?

So aktuell wie der Aufnahmetag, und der steht im Plankopf. Das unterscheidet den Plan von jedem Archivbestand: Sie wissen, was er zeigt und von wann.

Reicht der Plan für den Bauantrag?

Als Grundlage für Genehmigungsunterlagen ja, georeferenziert anschlussfähig. Ob Ihr Vorhaben zusätzlich einen amtlichen Lageplan braucht, hängt vom Bundesland und der Maßnahme ab, das klären wir vorab.

Können Sie nach unserer CAD-Richtlinie zeichnen?

Ja, das ist der Regelfall: Layerstruktur, Plankopf und Stempelkonventionen nach Ihrer Vorgabe, bei CAFM-Anbindung mit Testimport in Ihr System vor der Übergabe. Ohne Abmachung gilt unser Metrika360 Zeichnungs- und Modellierungsstandard.

Wir haben schon eine Punktwolke. Zeichnen Sie daraus?

Ja, nach Prüfung von Registrierung, Vollständigkeit und Punktdichte. Die Gewähr bezieht sich dann auf die Zeichnung nach Ihrer Punktwolke, nicht auf deren Genauigkeit und Übereinstimmung mit dem Gebäude.

Brauche ich Pläne oder ein Modell?

Faustregel: Wird nur dokumentiert, verwaltet oder vermietet, reicht der Plansatz. Wird geplant oder saniert, lohnt das Modell.

Welches Ihrer Gebäude braucht neue Pläne?

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