VDI 2552: die deutsche BIM-Richtlinienreihe
Die VDI 2552 ist die deutsche Richtlinienreihe zu Building Information Modeling. Sie liefert das gemeinsame Vokabular und die Prozessbeschreibungen, mit denen Auftraggeber, Planer und Datenlieferanten BIM-Leistungen vereinbaren, von Begriffen über Datenmanagement bis zu den Informationsanforderungen des Auftraggebers.
Wofür man sie in der Bestandserfassung braucht
Für die Ausschreibung. „Wir brauchen ein BIM-Modell“ ist keine Leistungsbeschreibung, sondern eine Absichtserklärung. Die Richtlinienreihe stellt die Begriffe bereit, mit denen sich daraus eine prüfbare Anforderung machen lässt: welche Informationen wann geliefert werden, in welcher Struktur, wer sie prüft und wogegen.
In der Praxis zahlen drei Festlegungen darauf ein, und alle drei entstehen vor der Aufnahme: die Informationsbedarfstiefe je Gewerk, das Austauschformat samt Fassung, und das Verfahren, mit dem die Lieferung abgenommen wird.
Wie sie zu den anderen Regelwerken steht
Sie beschreibt Prozesse und Begriffe, nicht Datenformate. Das Format regelt IFC, die Informationsbedarfstiefe die EN ISO 7817-1, die Übergabe an den Betrieb CAFM Connect. Die VDI 2552 ist der Rahmen, in dem diese Festlegungen benannt und miteinander verbunden werden.
Einzelne Blätter der Reihe werden hier bewusst nicht zitiert. Wer sich in einer Ausschreibung auf ein bestimmtes Blatt beruft, prüft dessen aktuellen Stand, bevor er die Nummer schreibt.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Was ist die VDI 2552?
Die deutsche Richtlinienreihe zu Building Information Modeling. Sie liefert Begriffe und Prozessbeschreibungen, mit denen BIM-Leistungen vereinbart und geprüft werden können.
Brauche ich sie für eine Bestandsaufnahme?
Nicht zwingend, aber sie hilft beim Ausschreiben. Wer BIM-Leistungen präzise beschreiben will, findet dort das Vokabular dafür, statt „ein BIM-Modell“ zu bestellen.
Was ist der Unterschied zur ISO 19650?
Die internationale Reihe regelt das Informationsmanagement über den Lebenszyklus, die VDI 2552 begleitet sie im deutschsprachigen Raum mit Vokabular und Prozessbeschreibungen. In Ausschreibungen tauchen beide nebeneinander auf.