Verschattungs- und Besonnungsgutachten
Die Frage ist immer dieselbe: Wie viel Sonne kommt an einem bestimmten Punkt an, an welchen Tagen im Jahr und wie lange. Beantwortet wird sie über ein Modell aus Gebäude, Nachbarbebauung und Gelände. Steht dieses Modell nicht, wird geschätzt, und dann trägt das Gutachten nicht.
Derselbe Bau, zwei Sonnenstände
Die beiden Ansichten zeigen dieselbe Szene bei unterschiedlichem Stand der Sonne. Ein Gutachten rechnet diesen Wechsel nicht zweimal, sondern über den Tag und über das Jahr: Die Frage ist nicht, ob Sonne ankommt, sondern wann und wie lange.

Verschattet wird von außen
Ob ein Fenster Sonne bekommt, entscheidet nicht das eigene Gebäude, sondern die Bebauung gegenüber, das Gelände und der Bewuchs. Ein Nachweis, der nur das Objekt kennt, rechnet an der Frage vorbei.
Deshalb wird die Umgebung mit aufgenommen und als Gelände- und Oberflächenmodell geliefert — mit Lagebezug, sonst lässt sich der Sonnenstand nicht darauf rechnen.

Wann der Anlass entsteht
- Bauantrag, wenn die Nachbarbebauung strittig ist
- Nachverdichtung und die Frage, was sie für die Bestandswohnungen bedeutet
- Planung von Aufenthaltsräumen, Freiflächen und Balkonen
- Standortprüfung für eine Photovoltaikanlage auf einem verschatteten Dach
- Zertifizierung, wenn ein Nachweis zur Besonnung Teil des Katalogs ist
Woher die Daten kommen
Diese Leistung rechnet mit Geometrie: Flächen, Höhen, Öffnungen, Orientierung, Bauteilaufbauten. In einem Neubau liefert das Planungsmodell diese Angaben. Im Bestand existiert es nicht, und genau das ist der übliche Bremsklotz.
Wir erheben diese Grundlagen bei der Bestandsaufnahme ohnehin. Aus derselben Aufnahme, aus der Grundrisse und Raumbuch entstehen, kommen auch die Werte, mit denen hier gerechnet wird. Es braucht keinen zweiten Termin und keine zweite Datenerhebung.
- Bestandsdatenerfassung – die Aufnahme, auf der das aufsetzt
- Scan-to-BIM – das Bestandsmodell, wenn gerechnet statt geschätzt werden soll
- DIN 277 – die Flächen, die in fast jede dieser Rechnungen eingehen
Warum die Umgebung mit aufgenommen wird
Ein Besonnungsnachweis, der nur das eigene Gebäude kennt, ist wertlos: Verschattet wird von außen. Deshalb gehören die Nachbargebäude, das Gelände und bei entsprechender Lage auch der Bewuchs in das Modell. Diese Umgebung erfassen wir mit der Drohne und leiten daraus Gelände- und Oberflächenmodell ab.
- Geländemodell und Oberflächenmodell – die Umgebung als Rechenmodell
- Drohnenvermessung – wie die Umgebung aufgenommen wird
- Georeferenzierung – warum der Lagebezug hier zwingend ist
Was noch offen ist
Weiter in dieser Gruppe
Diese Leistungen setzen auf derselben Aufnahme auf. Wer eine davon braucht, braucht meistens noch eine zweite.