Baufortschrittsdokumentation: der gebaute Zustand, bevor er verschwindet
Zwischen dem Verlegen einer Leitung und dem Schließen der Wand liegen oft wenige Tage. Danach ist nicht mehr feststellbar, was dort liegt — außer, es wurde vorher aufgenommen. Genau dafür gibt es diese Leistung.
Was ein Aufnahmetermin zeigt
Ein Bauzustand, der eine Woche später nicht mehr nachweisbar wäre: die offene Wand, kurz bevor sie geschlossen wird.

Was dokumentiert wird
- Aufnahme je Bauphase, in einem vorher vereinbarten Turnus
- Punktwolke als Beweissicherung, bevor verschlossen wird
- Nachweis für Abnahme und Nachträge
- Dieselbe Aufnahme als Grundlage für den As-Built-Vergleich
Jede Aufnahme steht auf denselben Passpunkten. Nur dadurch lassen sich zwei Zeitpunkte überhaupt vergleichen — ohne gemeinsamen Lagebezug sind es zwei Modelle, die nebeneinander liegen.

Wann der Anlass entsteht
- Vor dem Schließen von Wänden, Decken und Schächten
- Bei Bauabschnitten, die abgenommen werden
- Wenn Nachträge zu erwarten sind und der Zustand strittig werden könnte
- Bei Umbauten im laufenden Betrieb, wo eine zweite Begehung teuer ist
Der wirtschaftliche Punkt liegt nicht in der Aufnahme, sondern in ihrem Zeitpunkt. Eine Woche später kostet dieselbe Information einen Bauteilöffnung.
Was Sie bekommen
Je Aufnahmetermin die registrierte Punktwolke im vereinbarten Format sowie die abgeleiteten Unterlagen, die im Projekt gebraucht werden — Grundrisse, Schnitte, Fotodokumentation, auf Wunsch eine begehbare Tour des Bauzustands. Die Tour ist bei Bauprojekten oft das nützlichste Stück: Sie braucht keine Software beim Empfänger.
Was die Dokumentation für eine Zertifizierung wert ist
Im DGNB-System Gebäude Neubau (Version 2023) honoriert das Kriterium ECO2.7 die vollständige As-Built-Dokumentation zum Projektabschluss. Wer den Bauverlauf ohnehin bauteilgenau dokumentiert, sammelt diesen Nachweis nebenbei ein, statt ihn am Ende zu rekonstruieren.
Das ist der wirtschaftliche Punkt hinter der Leistung: Dieselbe Aufnahme trägt Beweissicherung, Soll-Ist-Vergleich und Zertifizierungsnachweis. Warum das nur funktioniert, wenn Erfassung und Audit dieselbe Quelle haben, steht im Beitrag Bestandsaufnahme und DGNB-Audit aus einer Hand.
Weiterführend
- As-Built-Vergleich – der Abgleich gegen die Planung
- DGNB-Beratung – wo die Baudokumentation in die Zertifizierung eingeht
- Technologie – womit auf der Baustelle aufgenommen wird
- Virtuelle Touren – der Bauzustand begehbar, ohne Anfahrt
- Punktwolke – was die Aufnahme als Rohergebnis liefert
- Scan-to-BIM – wenn aus der Aufnahme ein Modell werden soll