Case Study WISAG
Der Case
7.500 m² terrestrisch gescannt, modelliert in LOD 250
Für den Umbau der Energieversorgung in einer Industriehalle hat Metrika360 im Auftrag der WISAG Elektrotechnik Bayern den Bestand mit 3D-Laserscanning erfasst. Entstanden ist ein 3D-Bestandsmodell der gesamten Halle in LOD 250, mit Gebäudestruktur und Produktionsanlagen.
Besonders detailliert ist der Deckenbereich: Dort wurden Trassenführung und Abhängung der neuen Installation geplant.

Die Herausforderung
Neue Energieverteilung in einem Deckenbereich, der längst belegt ist
Entlang der Decke und in den oberen Randbereichen der Halle verlaufen die Gewerke mehrerer Bauphasen nebeneinander: Lüftungsleitungen, Druckluftleitungen, Sprinkleranlage, Lastkräne, Brandmeldeanlage und die bereits verbaute Elektroinstallation. Wer dort eine neue Energieverteilung einbringt, konkurriert um Raum, der längst belegt ist.
Dazu kommt die Statik: Die Befestigung der neuen Elektroinstallation musste auf Tragfähigkeit und Verlauf geprüft werden. Beides setzt voraus, dass die vorhandene Belegung dreidimensional und mit belastbaren Maßen vorliegt.
Und das alles, ohne die Produktion zu stören: Die Halle blieb während der gesamten Aufnahme in Betrieb.

Die Lösung
Terrestrisches Laserscanning im laufenden Betrieb, Modellierung in Revit
Erfasst wurde per terrestrischem Laserscanning, im laufenden Betrieb mit Beginn vor der Frühschicht, ohne Gerüst und ohne Hebebühne. Bereiche, die trotz mehrerer Standpunkte verdeckt blieben, sind im Aufnahmeprotokoll vermerkt. So weiß der Auftraggeber genau, wo das Modell auf Messung beruht.
Das Projekt lief in vier Schritten:
- Abstimmung: Zugang, Zeitfenster und Sicherheitsvorgaben mit dem Betrieb geklärt.
- Aufnahme: terrestrisches Laserscanning an zwei Tagen im Januar 2026.
- Modellierung: Registrierung zur Gesamtpunktwolke, anschließend Modellierung in Revit.
- Übergabe: zweistufige Qualitätsprüfung, Übergabe des Modells und Freigabe durch den Auftraggeber.

Vorteile in diesem Projekt
- Kein Stillstand: Die Aufnahme lief im laufenden Betrieb, mit Beginn vor der Frühschicht.
- Ohne Gerüst und Hebebühne: Der Deckenbereich wurde vom Boden aus erfasst.
- Detail, wo es zählt: Die Halle ist in LOD 250 modelliert, der Deckenbereich im Detail mit Tragwerk, Stahlträgern, Kran, Sprinkler und Lüftung.
- Transparente Grenzen: Verdeckte Bereiche sind im Aufnahmeprotokoll dokumentiert.
- Direkt weiterverwendbar: Natives Revit-Modell, beim Auftraggeber in AutoCAD und Revit weiterverarbeitet.

Ergebnis: Konflikte in der Planung gelöst, nicht auf der Baustelle
Aus dem Modell konnte die WISAG Elektrotechnik Bayern markante Punkte bereits im Vorfeld erkennen und in der Ausführungsplanung beseitigen, statt sie auf der Baustelle zu entdecken. Für den Statiker ließ sich die Abhängung der neuen Elektroinstallation nahezu detailtreu darstellen.
Das Ergebnis: Technische und kommerzielle Lösungen standen fest, bevor gebaut wurde.
Projektdaten
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Objekt | Industriehalle, Detailschwerpunkt Deckenbereich |
| Auftraggeber | WISAG Elektrotechnik Bayern GmbH & Co. KG |
| Anlass | Umbau der Energieversorgung im laufenden Betrieb |
| Erfasste Fläche | rund 7.500 m² Innenfläche |
| Erfassung | 15. und 16. Januar 2026, im laufenden Betrieb, Beginn vor der Frühschicht |
| Technik | Faro Focus Premium, terrestrisches Laserscanning |
| Modellumfang | gesamte Halle in LOD 250: Gebäudestruktur vereinfacht, Produktionsanlagen als Volumenkörper |
| Deckenbereich | im Detail mit Tragwerk, Stahlträgern, Kran, Sprinkler und Lüftung |
| Lieferung | natives RVT, weiterverarbeitet beim Auftraggeber in AutoCAD und Revit |
| Bezugssystem | lokales Lage- und Höhensystem nach Vorgabe |
Projektteam bei Metrika360: Julius Schaller und Paul Wolf.

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