GEFMA 444: die Zertifizierung von CAFM-Software

GEFMA 444 ist die Richtlinie des Branchenverbands gefma zur Zertifizierung von CAFM-Softwareprodukten. Geprüft wird anhand von Kriterienkatalogen zu einzelnen Funktionsbereichen, darunter die Verarbeitung von BIM-Daten.

Was zertifiziert wird und was nicht

Die Zertifizierung gilt einem Produkt und einer Fassung, nicht einem Anbieter und nicht einem Projekt. Sie sagt, welche Funktionsbereiche ein System nachweislich beherrscht, und sie sagt nichts darüber, ob es zu einem bestimmten Betrieb passt. Für die Systemauswahl ist sie eine Vorauswahl, keine Entscheidung.

Die zugehörige Marktübersicht über CAFM-Software führt die gefma in der Richtlinie GEFMA 940.

Warum ein Datenlieferant das kennen sollte

Weil die Kataloge beschreiben, was auf der Empfängerseite ankommen kann. Ein System, das für die BIM-Datenverarbeitung zertifiziert ist, liest Modelldaten strukturiert ein; eines ohne diesen Katalog braucht die Daten in anderer Form. Wer eine Datenübergabe plant, klärt das vor der Aufnahme und nicht beim Import.

Die Zahl der Kriterienkataloge steht hier bewusst nicht. Sie ändert sich mit den Fassungen der Richtlinie, und eine Zahl, die in einem Jahr falsch ist, hilft bei der Systemauswahl nicht.

Häufige Fragen

Was ist GEFMA 444?

Die Richtlinie des Verbands gefma zur Zertifizierung von CAFM-Softwareprodukten. Geprüft wird anhand von Kriterienkatalogen zu einzelnen Funktionsbereichen, darunter die BIM-Datenverarbeitung.

Muss unser CAFM-System zertifiziert sein?

Nein. Die Zertifizierung ist eine Orientierung bei der Auswahl, keine Voraussetzung für den Betrieb. Sie sagt, welche Funktionsbereiche geprüft sind, und nicht, ob das System zu Ihrem Betrieb passt.

Was hat das mit unserer Datenlieferung zu tun?

Die geprüften Kataloge zeigen, welche Strukturen das Empfängersystem verarbeiten kann. Danach richtet sich, in welcher Form Räume, Flächen und Anlagen übergeben werden.