Für öffentliche AuftraggeberBestandsdigitalisierung für Vergabeverfahren und Ausschreibungen

Vergabestellen prüfen Eignung. Diese Seite nimmt die wiederkehrenden Prüfpunkte vorweg: Wer wir sind, wie wir erfassen, wie wir Qualität sichern und in welchen normkonformen Formaten wir liefern.

Einheitlich über den ganzen Bestand

Derselbe Aufbau für jedes Objekt: gleiche Layerstruktur, gleiche Raumnummernsystematik, gleicher Plankopf. Das ist der Unterschied zwischen einer Sammlung von Plänen und einer Liegenschaftsdokumentation.

Interdisziplinäres Team

Architektur, Geoinformatik, Bauingenieurwesen und Softwareentwicklung arbeiten an denselben Projekten. Aufnahme, Modellierung und Prüfung liegen deshalb nicht in einer Hand, sondern in drei.

Präqualifikation

Die amtliche Präqualifikation (AVPQ) liegt vor. Der Eignungsnachweis muss damit nicht in jedem Verfahren neu geführt werden, was die Teilnahme beschleunigt.

Ablauf in fünf Schritten

  1. Bedarfsanalyse

    Abstimmung von Umfang, Detailtiefe, Zielsystem und CAD-Richtlinie.

  2. Vor-Ort-Erfassung

    Terrestrisches Laserscanning, Mobile Mapping und Drohne – im laufenden Betrieb, ohne Unterbrechung.

  3. Datenverarbeitung und Modellierung

    Registrierung, Bereinigung und Ableitung der vereinbarten Liefergegenstände.

  4. Übergabe

    Lieferung in den vereinbarten Formaten, auf Wunsch mit Testimport ins Zielsystem.

  5. Fortschreibung

    Aktualisierung der Datenbasis bei Umbau, Sanierung oder Erweiterung.

Qualitätssicherung

Aufnahme, Modellierung und Validierung liegen in getrennten Händen. Das Modell wird gegen die Punktwolke geprüft und der Abgleich dokumentiert – nachvollziehbar, nicht nur zugesichert.

Normkonforme Liefergegenstände

Flächen und Raumbuch nach DIN 277, technische Anlagen nach DIN 276 über unseren Anlagen-Partner, Übergabe in herstellerneutralen Formaten.

Wie die Leistung ausgeschrieben wird

Eine Bestandsdatenerfassung ist beschreibbar, und ohne Beschreibung sind die Angebote nicht vergleichbar. Fünf Angaben genügen.

  • Das Zielsystem und dessen Datenmodell. Es bestimmt, welche Felder gefüllt werden.
  • Die geltende Raumnummerierung. In gewachsenen Beständen existieren mehrere; welche gilt, entscheidet der Auftraggeber.
  • Die geforderten Flächen: DIN 277, Wohnflächen, Mietflächen – oder mehrere davon.
  • Die CAD-Richtlinie mit Layerstruktur, Plankopf und Maßstab.
  • Der Attributumfang je Raum, also die Tiefe des Raumbuchs.

Wir stellen diese Beschreibung zur Verfügung, auch wenn die Ausschreibung am Ende ein anderes Büro gewinnt. Eine eindeutig beschriebene Leistung ist für Sie mehr wert als ein Auftrag für uns.

Was bei mehreren Liegenschaften anders ist

Bei einem Gebäude ist die Aufnahme die Arbeit. Bei zwanzig ist es die Einheitlichkeit.

Struktur, Layer, Raumnummernsystematik und Attributumfang werden einmal festgelegt und auf jedes Objekt angewandt. Erst dadurch lassen sich Flächen zwischen Objekten vergleichen, Kennzahlen bilden und Rahmenverträge für Reinigung oder Instandhaltung auf belastbaren Zahlen ausschreiben.

Bewährt hat sich, ein Objekt vollständig durchzuziehen – bis in das Zielsystem hinein – und erst danach die übrigen zu beauftragen. Was am ersten auffällt, hätte sonst zwanzigmal korrigiert werden müssen. Siehe Bestandsdatenerfassung.

Nachweise und Prüfbarkeit

Was eine Verwaltung liefern können muss, ist nicht nur das Ergebnis, sondern der Nachweis, wie es zustande kam.

  • Das Messprotokoll mit Verfahren, Geräteklasse und erreichter Genauigkeit, getrennt nach innerer und äußerer Genauigkeit.
  • Der Lagebezug im amtlichen System, siehe Georeferenzierung. Ohne ihn passt die Aufnahme nicht zu Liegenschaftskarte und Bebauungsplan.
  • Die Punktwolke als unveränderter Rohdatensatz. Sie ist der Beleg, gegen den sich jede spätere Frage prüfen lässt.
  • Offene Formate. DWG, IFC, Excel, E57. Die Daten gehören Ihnen und bleiben ohne Bindung an eine Software nutzbar.

Häufige Fragen

Bekommen wir eine ausschreibungsfähige Leistungsbeschreibung?

Ja. Wir stellen sie zur Verfügung, auch wenn die Ausschreibung am Ende ein anderes Büro gewinnt. Eine eindeutig beschriebene Leistung ist für Sie mehr wert als ein Auftrag für uns.

Können mehrere Liegenschaften einheitlich aufgenommen werden?

Ja, und dafür ist das Vorgehen gemacht. Struktur, Layer und Raumnummernsystematik werden einmal festgelegt und auf jedes Objekt angewandt. Bewährt hat sich, ein Objekt vollständig durchzuziehen, bevor die übrigen beauftragt werden.

Gehören uns die Daten?

Ja, in offenen Formaten und ohne Bindung an eine Software oder an uns: DWG, IFC, Excel, die Punktwolke als E57.

Welche Nachweise erhalten wir?

Das Messprotokoll mit Verfahren und erreichter Genauigkeit, den Lagebezug im amtlichen System und die Punktwolke als unveränderten Rohdatensatz.

Geht die Aufnahme in den Ferien oder am Wochenende?

Ja. Für Schulen ist das der Regelfall. Der Aufnahmetermin richtet sich nach Ihrem Betrieb.

Unterlagen für Ihre Ausschreibung

Wir liefern Leistungsbeschreibung und Genauigkeitsangaben in der Form, die eine Vergabe verlangt. Auf Wunsch als Textbaustein für Ihre Unterlagen.

Unterlagen anfordern

Ihr Weg von hier

  • Bestandsdatenerfassung – der Leistungsumfang, wie er ausgeschrieben wird
  • CAFM-Datenbasis – die Pillar für den Gebäudebetrieb
  • Raumbuch – die alphanumerischen Daten im Detail
  • Wissen – die Begriffe aus dem Leistungsverzeichnis, einzeln erklärt
  • Scan-to-BIM – wenn zusätzlich ein Bestandsmodell gebraucht wird