Tageslichtsimulation

Tageslicht entscheidet darüber, ob ein Raum als Aufenthaltsraum taugt, wie viel Kunstlicht er über das Jahr braucht und wie eine Umnutzung zu bewerten ist. Gerechnet wird am Modell: Raumgeometrie, Fensterflächen, Laibungstiefen, Verglasung, Verschattung von außen.

Wann der Anlass entsteht

  • Umnutzung, etwa von Büro zu Wohnen, wenn Aufenthaltsqualität nachzuweisen ist
  • Sanierung mit Eingriff in die Fassade oder in die Fensterflächen
  • Planung der Beleuchtung, wenn der Kunstlichtbedarf realistisch angesetzt werden soll
  • Zertifizierung, wenn Tageslichtversorgung bewertet wird

Woher die Daten kommen

Diese Leistung rechnet mit Geometrie: Flächen, Höhen, Öffnungen, Orientierung, Bauteilaufbauten. In einem Neubau liefert das Planungsmodell diese Angaben. Im Bestand existiert es nicht, und genau das ist der übliche Bremsklotz.

Wir erheben diese Grundlagen bei der Bestandsaufnahme ohnehin. Aus derselben Aufnahme, aus der Grundrisse und Raumbuch entstehen, kommen auch die Werte, mit denen hier gerechnet wird. Es braucht keinen zweiten Termin und keine zweite Datenerhebung.

  • Bestandsdatenerfassung – die Aufnahme, auf der das aufsetzt
  • Scan-to-BIM – das Bestandsmodell, wenn gerechnet statt geschätzt werden soll
  • DIN 277 – die Flächen, die in fast jede dieser Rechnungen eingehen

Warum der Bestand hier anders liegt als der Neubau

Im Neubau stehen Fensterformate und Laibungen im Modell. Im Bestand stehen sie im günstigsten Fall in einem Plan aus der Bauzeit, und der zeigt die Öffnung so, wie sie geplant war, nicht wie sie heute ist. Fensteraustausch, veränderte Brüstungen und nachträglich zugesetzte Öffnungen sind der Regelfall, nicht die Ausnahme.

Die Aufnahme löst das, weil sie den heutigen Zustand misst. Fensterhöhe, Fensterbreite und lichte Raumhöhe gehören ohnehin zu den Angaben, die wir je Raum erheben.

Was noch offen ist

Weiter in dieser Gruppe

Diese Leistungen setzen auf derselben Aufnahme auf. Wer eine davon braucht, braucht meistens noch eine zweite.