Rückbaukonzept
Vor einem Rückbau muss feststehen, was anfällt: welche Massen, welche Materialien, was davon getrennt werden muss und was verwertet werden kann. Die Kosten entstehen nicht beim Abriss, sondern bei der Entsorgung, und die richtet sich nach Menge und Sortenreinheit.
Wann der Anlass entsteht
- Ersatzneubau und die Frage, was der Rückbau des Bestands kostet
- Teilrückbau im laufenden Betrieb
- Nachweise zur Verwertung und zur getrennten Sammlung
- Ankaufsprüfung, wenn ein Rückbau im Raum steht
Woher die Daten kommen
Diese Leistung rechnet mit Geometrie: Flächen, Höhen, Öffnungen, Orientierung, Bauteilaufbauten. In einem Neubau liefert das Planungsmodell diese Angaben. Im Bestand existiert es nicht, und genau das ist der übliche Bremsklotz.
Wir erheben diese Grundlagen bei der Bestandsaufnahme ohnehin. Aus derselben Aufnahme, aus der Grundrisse und Raumbuch entstehen, kommen auch die Werte, mit denen hier gerechnet wird. Es braucht keinen zweiten Termin und keine zweite Datenerhebung.
- Bestandsdatenerfassung – die Aufnahme, auf der das aufsetzt
- Scan-to-BIM – das Bestandsmodell, wenn gerechnet statt geschätzt werden soll
- DIN 277 – die Flächen, die in fast jede dieser Rechnungen eingehen
Was die Aufnahme dazu beiträgt und was nicht
Die Aufnahme liefert die Geometrie: Bauteilflächen, Höhen, Volumina, Anzahl und Lage der Bauteile. Daraus werden Massen, und Massen sind der Teil, an dem eine Rückbaukalkulation üblicherweise ungenau ist, weil sie über Kennwerte je Quadratmeter geschätzt wird.
Was die Aufnahme nicht liefert, ist die Materialkunde hinter der Oberfläche und der Schadstoffbefund. Beides ist Sache einer Bauteiluntersuchung und eines Schadstoffgutachtens. Wir sagen das an dieser Stelle deutlich, weil eine Rückbaukalkulation ohne Schadstoffbefund keine Kalkulation ist.
Was noch offen ist
Weiter in dieser Gruppe
Diese Leistungen setzen auf derselben Aufnahme auf. Wer eine davon braucht, braucht meistens noch eine zweite.