Lebenszykluskosten

Eine Lebenszykluskostenrechnung stellt den Herstellungskosten die Kosten des Betriebs über Jahrzehnte gegenüber: Reinigung, Instandhaltung, Energie, Erneuerung von Bauteilen. Fast jede dieser Positionen wird über eine Fläche oder eine Menge gerechnet. Stimmt die Fläche nicht, stimmt die Rechnung über die gesamte Laufzeit nicht.

Wann der Anlass entsteht

  • Variantenvergleich vor einer Sanierungsentscheidung
  • Zertifizierung, wenn die Kosten über den Lebenszyklus bewertet werden
  • Budgetplanung im Gebäudemanagement über mehrere Objekte
  • Ausschreibung von Betreiberleistungen, die nach Fläche vergütet werden

Woher die Daten kommen

Diese Leistung rechnet mit Geometrie: Flächen, Höhen, Öffnungen, Orientierung, Bauteilaufbauten. In einem Neubau liefert das Planungsmodell diese Angaben. Im Bestand existiert es nicht, und genau das ist der übliche Bremsklotz.

Wir erheben diese Grundlagen bei der Bestandsaufnahme ohnehin. Aus derselben Aufnahme, aus der Grundrisse und Raumbuch entstehen, kommen auch die Werte, mit denen hier gerechnet wird. Es braucht keinen zweiten Termin und keine zweite Datenerhebung.

  • Bestandsdatenerfassung – die Aufnahme, auf der das aufsetzt
  • Scan-to-BIM – das Bestandsmodell, wenn gerechnet statt geschätzt werden soll
  • DIN 277 – die Flächen, die in fast jede dieser Rechnungen eingehen

Der Hebel liegt bei den Flächen

Reinigung wird nach Bodenfläche und Belagsart abgerechnet, Instandhaltung nach Bauteilfläche, Energie nach beheizter Fläche und Hüllfläche. Alle diese Werte stehen im Raumbuch beziehungsweise ergeben sich aus den Grundflächen nach DIN 277. Wer sie einmal erhoben hat, rechnet über zwanzig Jahre auf derselben Grundlage weiter, statt sie in jedem Zyklus neu zu schätzen.

Der Zusammenhang zum Betrieb ist deshalb kein Nebenpunkt: Dieselben Daten laufen in das CAFM-System.

Was noch offen ist

Weiter in dieser Gruppe

Diese Leistungen setzen auf derselben Aufnahme auf. Wer eine davon braucht, braucht meistens noch eine zweite.